Jetzt kann ich meine drängende Frage am Anfang meiner Indien-Reisen beantworten:

Ja, ich kann Indern etwas geben – und ich bekomme viel zurück.

Es ist unsere deutsche klare Ausdrucksweise, die auch für Klarheit der Gedanken sorgt.

Wir-Kulturen wie die Inder haben oft eine verklausulierte Sprache, die andeutet und ausholt und auf den Erhalt der Beziehung ausgerichtet ist.
Ich-Kulturen wie wir sind meist auf den Punkt. Im Extremfall aber riskieren Wir-Kulturen mit der indirekten Sprechweise das Ziel und wir riskieren die Beziehungen.

In meiner Arbeit mit den Beamten indischer Behörden spiegelt sich die indische Gesellschaft deutlich wider:
Hierarchien, Aufgabenorientierung statt Ergebnisorientierung, lange Entscheidungswege. Für mich ist das ein großes Lernen – nur wenn ich diesen Strukturen folge, komme ich ans Ziel. Das ist auch der Unterschied zum Urlauben in einem fremden Land: Ich setze mich der anderen Kultur nur so weit aus wie ich Lust habe. Wenn ich hingegen Ergebnisse und Veränderungen bewirken möchte, dann muss ich meine Glaubenssätze und Erfahrungen beiseitelegen und meine Sichtweisen verändern, sonst erspüre ich mein Gegenüber nicht. „Sei die Veränderung, die Du bewirken möchtest“ – diesen Satz von Mahatma Gandhi spüre ich in Indien intensiv. In seinem Ashram (Campus, auf dem er als Lehrer = Guru mit seinen Schülern lebte) in Ahmedabad kann der Besucher den Geist dieses Erneuerers spüren.

Ich kann meine Teilnehmer und Coachees bereichern, weil ich diesen Menschen (wie hoffentlich allen Menschen) mit tiefem Respekt entgegentrete – auch wenn es Vieles gibt, was ich nicht verstehe und so auch nicht machen würde.

Namaste ist Grußformel der Hindi:
„Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind.“

NAMASTE

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