Frage: Wie kann ich alle Rollen, die ich spiele, gut vereinen?
Antwort: Hör die Rollenspiele auf. Füge deinem Sein nichts Unnötiges hinzu.

Sich mit einer Rolle zu identifizieren, ist ein Spiel des Ego:

Ich bin eine gute Assistentin, ich bin ein sorgender Familienvater, ich bin Diabetiker, ich bin erfolgreiche Unternehmerin, ich bin eine gute Tochter für meine bedürftige Mutter, ich bin einer, dem das Leben übel mitgespielt hat usw.

Das alles macht unflexibel und unglücklich: Alle Rollen kann kein Mensch gut spielen und sie sind oft nicht miteinander vereinbar. Deshalb ist die Frage: „Wie kann ich alle Rollen vereinen“ falsch. Die Antwort ist: „Höre auf, Rollen zu spielen.“

Ich erlebe immer mehr Klienten mit Burn-out. Das sind Menschen, die den Augenblick und die dahinter liegende Kraft des Göttlichen nicht mehr spüren können, weil sie von ihrem Ego und den damit gefühlten Rollenverpflichtungen weggespült werden von ihrer eigenen Quelle der Kraft und Inspiration.

Statt Rollenspiel: Eine Funktion erfüllen und gemäß handeln

Wenn ich eine Funktion zugesagt habe, z.B. die der Assistentin oder der Unternehmensleiterin, dann soll ich diese Funktion erfüllen, so gut ich kann. Aber ich identifiziere mich nicht damit, also kein "ich bin Assistentin", sondern: "ich arbeite als Assistentin oder ich leite ein Unternehmen.“ Manchmal sind die üblichen Formulierungen nicht genau, das macht nichts. Entscheidend ist die innere Haltung.

Wenn Situationen Handlungen erfordern, dann handle ich gemäß, um die Situation bestmöglich zu handhaben. Nicht mehr. Keine Interpretation, kein Selbstmitleid, kein aufgeplustertes Ego. Nein, ich handle gemäß. Das genügt.

Wer das liebt, was er tut und darin aufgeht, ist erfüllt und verbunden mit Allem-Was-Ist.

Glücksforscher beschreiben diesen Zustand als Flow, Fließen. Was fließt, ist die Liebe zum Nächsten, zur Arbeit, zum Patienten. Da gibt es keine Erschöpfung, nur Müdigkeit am Abend und Erfüllt-Sein. Wer seine Arbeit nicht liebt, bringt nichts Gutes in die Welt, so geht ein Spruch und er ist wahr.

Die Lösung: Füge deinem Sein nichts hinzu – du bist genug

Das ist Seelenfrieden und Kraft: Sich nicht definieren müssen als... Oder die Definitionen anderer annehmen. Oder andere definieren. „Höre auf damit, du wirst schon nicht sterben. Vielmehr wirst du zu neuem Leben erwachen“ wie Eckhart Tolle sagt.

Wie kann ich mich finden? Lasse alles Überflüssige weg!

Suche dich nicht. Beobachte lieber, was du an Definitionen deines Selbst weglassen kannst. Je mehr du das schaffst, desto leichter wirst du dich fühlen und desto mehr kannst du deinen Mitmenschen dienen. Solche Menschen verändern die Welt durch ihr So-Sein.

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